Nagelpilz muss entfernt werden – so gehts!

Pilze wachsen an Nägeln

Nagelpilz ist nicht nur ein optisches Problem, sondern er ist ansteckend und sollte auf jeden Fall behandelt werden. Ein Nagelpilz kann die unterschiedlichsten Ursachen haben und hat nichts mit Unsauberkeit zu tun. Viele Menschen schämen sich dem Arzt oder dem Apotheker von ihrem Problem zu erzählen und versuchen, den Nagelpilz mit Hausmitteln selber in den Griff zu bekommen. Alkohol, Zahnpasta oder Essig sind aber nicht in allen Fällen ratsam (siehe diesen Forenbeitrag von lifeline.de).

Wodurch entsteht Nagelpilz?

Nagelpilz entsteht häufig durch Fadenpilze, die sich an den Nägeln festsetzen können. Eine Infektion von Nägeln wird häufig von Fadenpilzen hervorgerufen. Eher seltener ist Schimmel- und Hefepilze die Ursache des Pilzes. Fadenpilze werden auch Dermatophyten genannt. Sie finden an der Oberfläche eines Körpers eine ideale Lebensbedingung. Sie haben es vor allem auf das Keratin abgesehen, der Hornsubstanz in Haaren, Haut und Nägeln. Fadenpilze lieben es warm und feucht. Daher vermehren sie sich gerne in Leistenbeugen, Zehenzwischenräumen, Achseln und Hautfalten. Überall dort, wo am Körper ein warmes Klima herrsch, gedeihen Pilze prächtig. Wer mehr über Fadenpilze erfahren möchte, kann sich den Ratgeber auf http://www.gesundheit-aktuell.de/artikel/dermatophyten-fadenpilze.html durchlesen.

Nagelpilz kann durch Fußpilz entstehen

Häufig ist ein Nagelpilz eine Folge von Fußpilz, der sich auf die Nägel ausweitet. Es ist aber auch eine direkt Nagelinfektion möglich. Das geschieht häufig durch den Besuch in einer Sauna, im Schwimmbad, in öffentlichen Duschen und Umkleideräumen sowie Fitnessstudios. Überall dort, wo Menschen barfuß laufen, kann sich Nagelpilz verbreiten. Sie werden über einen Kontakt mit Erregern, die sich in Hautschuppen befinden, auf andere Menschen übertragen.

Wer gehört zur Risikogruppe

Ältere Menschen sind häufiger betroffen, da die Durchblutung bei ihnen schlechter ist. Außerdem ist das Immunsystem geschwächt und müssen oft Abwehr unterdrückende Medikamente einnehmen. Diabetiker sind ganz besonders gefährdet. Sie weisen oft eine Kombination der unterschiedlichsten Risikofaktoren auf. Auch sie haben eine geschwächte Abwehr oder Durchblutungsstörungen an den Füßen. Wenn sich Diabetiker verletzen, dann ist das für Erreger eine ideale Basis, um sich zu verbreiten. Zum gefährdeten Personenkreis gehören auch Sportler. Menschen die Sport treiben und direkten Körperkontakt zu anderen Menschen haben, sind ebenfalls gefährdet.

Umkleideräume und Duschen wimmeln meistens nur so von Viren. Hier warten auch Pilze nur darauf, dass sie sich auf einem neuen Wirt verbreiten können. In Turnschuhen entsteht häufig durch das Schwitzen eine erhöhte Feuchtigkeit. In der aufgeweichten Haut haben Pilze ein leichtes Spiel. Daher ist es auch kein Wunder, dass Fußpilz häufig auch bei Bergleuten und Bauarbeitern auftreten.

Woran erkennt man Fußpilz?

Eines der erkennbarsten Symptome ist, dass sich die Nägel verdicken und verfärben. Sie werden brüchig und können sogar krümeln. Der Befall fängt meistens am vordersten Rand des Nagels an. Von hier aus gelangen die Pilzsporen überall hin. Sie breiten sich über die gesamte Nagelplatte aus. Dabei verändern sie die Struktur des Materials. Das Keratin, die Nagelsubstanz wird langsam dabei aufgelöst. Es bilden sich mit Luft gefüllte Hohlräume, die als weiße Flecken oder Streifen sichtbar sind. Die weißen Flecken können sich gelblich bis bräunlich verfärben.

Beim Nagelpilz beginnen die Veränderungen immer am freien Nagelrand. Für die Infektion sind meistens Hefepilze verantwortlich, dann zeigt sich eine Veränderung am Nagelwall, an der Stelle, wo der Nagel herauswächst. Die Nägel werden rauh und wirken krümelig. In vielen Fällen lockert sich die Nagelplatte und der Nagel beginnt sich vom Nagelbett zu lösen. Wenn das Nagelbett auch betroffen ist, dann infiziert sich auch der neu wachsende Nagel mit dem Pilz. Eine Nagelpilzerkrankung sollte nie auf die leichte Schulter genommen werden. Es kann sehr schmerzhaft sein, und der betroffene Fuß oder Finger ist eingeschränkt. Viele Betroffene haben Beschwerden beim Gehen.

Medikamente gegen Fußpilz

Gegen Fußpilz gibt es unterschiedliche Mittel zum Auftragen oder als Tablette. Es handelt sich hierbei um sogenannte Antimykotika. Durch die enthaltenden Wirkstoffe werden die Pilze abgetötet. Auch das Wachstum wird bei einer regelmäßigen Anwendung gehemmt. Jeder Betroffene muss mit einer längeren Therapie rechnen. Sollte nur die oberflächliche Nagelschicht befallen sein, dann kann die Infektion am besten mit Nagellacken und Tinkturen behandelt werden, die Antimykotika enthalten.

Die Sporen des Fußpilzes können bis in den Nagelfalz vordringen. In diesem Fall wird auch immer der nachwachsende Nagel angesteckt und es ist sinnvoll, eine innere Therapie mit Tabletten oder Kapseln zu beginnen. Über den Magen gelangt der pilztötende Wirkstoff schnell über die Blutbahn bis ins Nagelbett. Ein Arzt wird je nach Ausmaß die jeweilige Therapie individuell entscheiden. Wenn sich der Pilz nicht genau analysieren lässt, dann kann ein Breitspektrum-Antimykotika verabreicht werden. Therapien, die gegen Nagelpilz helfen, sind auf http://www.nagelpilz-hilfe.net/behandlung beschrieben. Egal für welche Therapie der Arzt rät, bei allen Varianten muss der Betroffene viel Geduld mitbringen.

Jedes Mittel gegen Nagelpilz muss regelmäßig über einen längeren Zeitraum eingenommen werden, damit der Nagelpilz völlig verschwindet.

Vorbeugen ist besser als Nachsorge – das gilt auch bei Pilz

Um sich vor Pilzen zu schützen ist es wichtig, in der Sauna oder im Schwimmbad nicht barfuß zu laufen. Handtücher, Socken und Unterwäsche sollten immer bei 60° C gewaschen oder sogar gekocht werden. Beim Sport sollten atmungsaktive und vor allem passende Schuhe angezogen werden. Die feuchten Socken gehören sofort in die Waschmaschine. Möglichst täglich die Schuhe wechseln.